Leistung beurteilen - Sozialwissenschaften und Politik/Wirtschaft unterrichten

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Leistung beurteilen

Ausbildung

Die Diskussion um Fragen der Leistungsbeurteilung gehört seit jeher zu den "spannenden Fragen" der Fachdidaktik. Im Kern geht es immer wieder - und bis heute im Zusammenhang mit Standardorientierung und kompetenzorientiertem Unterricht - um die Frage, wie Leistungen im Fach messbar sein sollen, wenn a) das reine Wissen der falsche Maßstab ist und b) die Urteile selbst ja nicht Gegenstand von Bewertung sein können.

Zur ersten Orientierung hier eine im Fachseminar entstandene Zusammenfassung eines Beitrages von W. Sander zu "Probleme(n) der Leistungsbewertung im schulischen Fachunterricht" (in Sander, Wolfgang, Politik entdecken, Freiheit leben - Didaktische Grundlagen politischer Bildung, Schwalbach/Ts. 2007, S. 244 - 249).

Hier geht es zu den wichtigen fachspezifischen curricularen Vorgaben: den Vorgaben der Rahmenvorgabe politische Bildung, dem entsprechenden Abschnitt des Kernlehrplans Politik/Wirtschaft sowie zu den Vorgaben des  Lehrplans Sozialwissenschaften (bis S. 71). Eine sehr praxisbezogene Zusammenfassung und Veranschaulichung der allgemeinen Vorgaben (Schulgesetz und APO S I) und der notwendigen Konkretisierungsschritte finden Sie in diesem  Vortragskonzept eines Kollegin/einer Kollegin aus einem gänzlich anderen Fachbereich. Zur Selbstkontrolle hinsichtlich der Kenntnis wichtiger Aspekte der Vorgaben der Lehrpläne und der allgemeinen schulrechtlichen Regelungen kann diese kleine Lernaufgabe dienen. Zur Überprüfung eigener Überlegungen hier eine Art "Lösungsskizze". (Hier finden Sie Allgemeines zu Lernaufgaben.)

Gegenstand häufiger Fragen und Unsicherheit ist der Umgang mit Hausaufgaben im Zusammenhang der Leistungsbewertung. Hier finden Sie eine kurze kommentierte Zusammenstellung der wichtigsten Bestimmungen.

Die Beurteilung von Gruppenarbeiten und/oder bei längerfristigen produktiorientierten Arbeitsvorhaben stellt eine große Herausforderung dar (die nicht selten auch als Grund für einen Verzicht auf solche Formen der Arbeit herhalten muss). Hier ein - in vielen Punkten noch diskutierenswerter und daher sicher eher als Denkanstoß denn als "best practice-Beispiel" zu verstehender - Praxisversuch. (Die Klasse hatte selbst das Interesse geäußert, "nicht nur zu reden, sondern etwas für den Umweltschutz zu tun". Daraus war ein Projekt entstanden, in dem u.a. ein "Aufklärungs-Spot" für die Schulhomepage, zwei verschiedene Unterrichtsstunden, die von den älteren Schülern in den jüngeren Klassen alleine durchgeführt wurden, eine Plakataktion im Schulgebäude usw. in einer arbeitsteilig angelegten Gruppenarbeit entwickelt und realisiert wurden.)

Eine denkbare Alternative bzw. Erweiterung herkömmlicher (und oft wenig zufriedenstellender) Formen der Leistungsbewertung stellen Leistungs- bzw. Prüfungsportfolios dar. Eine Orientierung hierzu erlauben ein Papier einer Referendarin aus der Fachseminararbeit, das einen Beitrag von Michael Dorn zusammenfasst sowie ein  Beitrag von Frank Langner in der "Didaktischen Werkstatt" der Zeitschrift POLIS der  Deutschen Vereinigung für politische Bildung.

Als ein Besipiel, das zeigen kann, dass auch auf einem eher "unaufwändigen Niveau" ein Anfang gemacht werden kann, hier ein Material aus der Arbeit eines Kurses der Q1. Es besteht aus einem einführenden Informationsblatt, einer Aufgabenliste für ein Quartal und einem Vordruck für die Rückmeldung.


Zu Fragen im Zusammenhang mit Klausuren in der Sekundarstufe II finden Sie hier a) ein umfangreiches Informationspaket mit den curricularen Vorgaben, einer mehrschrittigen Übungsaufgabe zur Erstellung einer Aufgabenstellung und zur Entwicklung eines Erwartungshorizontes sowie entsprechenden Lösungsvorschlägen. Aus der Fachseminararbeit und eigenen Erfahrungen sind b) diese Praxistipps zur Vorbereitung, Erstellung und Korrektur von Klausuren entstanden. c) Einen  Vordruck zur Entwicklung eigener Korrekturbögen (als *.docx-Datei zur Anpassung an Ihre eigenen Bedürfnisse und Vorstellungen und zur Füllung mit Ihren Erwartungen) können Sie sich herunterladen. (Vergleichen Sie auch den folgenden Punkt.)

Die Kenntnis der Vorgaben für die Abiturprüfung ist aus mehreren Gründen von Bedeutung: a) sollen die Klausuren der Oberstufe auf die Anforderungen der Abiturprüfung vorbereiten, b) müssen sich daher die Aufgabenstellungen für Klausuren schon an den Vorgaben für die Aufgabenarten für die Abiturprüfung orientieren und c) sind die Vorgaben zu den unterrichtlichen Voraussetzungen für die jeweiligen Abiturjahrgänge unerlässliche Grundlage der Festlegung schulinterner Curricula und der langfristigen Unterrichtsplanung. Sie finden hier ein Materialpaket mit den Lehrplanvorgaben, der Operatorenliste und einem Beispiel zu den Vorgaben für die unterrichtlichen Voraussetzungen. Die jeweils aktuellen Vorgaben für künftige Jahrgänge finden Sie hier (bzw. hier für das Fach SW mit ökonomischem Schwerpunkt). Auch zu diesem Bereich können Sie Ihre Grundkenntnisse anhand einer Art "Lernaufgabe" überprüfen. (Hier finden Sie Allgemeines zu Lernaufgaben.)


Unter diesem Link finden Sie (nach Anmeldung mit den Zugangsdaten, die Sie bitte in Ihrer Schule erfragen) die Prüfungsaufgaben der letzten drei Jahre. (Für das Fach SW mit ökonomischer Schwerpunktbildung müssen Sie in dem angegebenen Link lediglich die Fach-Nummer am Ende von "30" auf "31" ändern.)

Besondere (und im normalen Alltag wenig "geübte") Herausforderung sind mit der Beratung und Begleitung von Schülerinnen und Schülern bei der Abfassung Ihrer Facharbeiten verbunden.

In der Qualifikationsphase wird nach Festlegung durch die Schule eine Klausur durch eine Facharbeit ersetzt. (Die Verpflichtung zur Anfertigung einer Facharbeit entfällt bei Belegung eines Projektkurses. Eine zusätzliche, freiwillige Erstellung der Facharbeit kann zugelassen werden, wenn die Schule dies vorsieht.)

Erfahrungsgemäß ist - neben der insgesamt planvollen schulischen Anleitung und Begleitung - mit Blick auf Facharbeiten im Fach Sozialwissenschaften eine wesentliche Bedingung des Gelingens eine Themenwahl, die eine echte selbstständige Leistung erlaubt. (Themen, die lediglich Gegenstände benennen oder auch auf Problembeschreibungen beschränkt bleiben, bergen vielfach die Gefahr, dass Schülerinnen und Schüler "sich beim Recherchieren verlieren" und dazu verleitet werden, "irgendetwas, das zum Thema passt" aus diversen Quellen zusammenzustellen.)

Bewährt haben sich besonders zwei grundlegende Arten von Themen :

  • Die Erarbeitung einer begründeten und differenzierten Antwort auf eine politische Fragestellung. Diese kann z.B. in Form einer Entscheidungsfrage ("Sollte ...") zu einer konkreten politischen Regelung formuliert werden.

  • Die Erforschung eines konkreten Zusammenhangs z.B. durch eine Befragung oder ein soziologisches Experiment.



Als "Struktur" beider Arten von Themen hat es sich -  im Sinne der Klarheit über die selbstständige Leistung wie als Hilfe für die gedankliche Strukturierung der Arbeit - bewährt, wenn

  • im ersten Teil des Themas eine Frage (entweder als politische Problemstellung oder als zu beantwortende Forschungsfrage) formuliert wird und

  • in einem zweiten Teil eine Beschreibung des konkreten Vorhabens folgt.


Die beigefügte Liste von Facharbeitsthemen kann zur Veranschaulichung der obigen Überlegungen dienen. Über diesen Link gelangen Sie zu einzelnen anonymisierten Facharbeiten und Beispielen für die Begutachtung.



 
 
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