Fachspezifische Computeranwendungen und Bereiche des Einsatzes neuer Medien im Fachunterricht - Sozialwissenschaften und Politik/Wirtschaft unterrichten

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Fachspezifische Computeranwendungen und Bereiche des Einsatzes neuer Medien im Fachunterricht

Ausbildung > Medien + Material

Die curricularen Vorgaben für unsere Fächer betonen an zahlreichen Stellen die Bedeutung der "neuen Medien". Der Umgang damit berührt alle Kompetenzbereiche des Fachs: Seien es die technischen oder rechtlichen Kenntnisse in Bezug auf das Medium im Bereich der Sachkompetenz, die Fähigkeit der zielgerichteten Nutzung und kritischen Analyse des Mediums im Bereich der Methodenkompetenz, die Prüfung von Medieninhalten und die Überprüfung der Interessen, die Medienangeboten zu Grunde liegen, im Bereich der Urteilskompetenz oder die Fähigkeit zum Einsatz des Mediums zur Beförderung oder Durchsetzung eigener Interessen im Bereich der Handlungskompetenz. Diese Seite versucht zum Einen eine Systematisierung der Bezüge des Fachs zum Einsatz von Computer und Interenet anzubieten und stellt zum  Anderen eine Reihe von Anregungen, Links und Materialien für die Praxis vor.

Fachspezifische Computeranwendungen

Es gibt einzenle Programme, die diesen Titel verdienen, da sie entweder fachliche Inhalte zum Gegenstand haben oder als Werkzeuge für genuine Aufgabenstellungen unserer Fächer gelten können.

  • Besondere Bekanntheit hat das Befragungsprogramm GrafStat erlangt. Es ermöglicht die (über eine umfangreiche hHilfe auch methodisch gut fundierte) Erstellung von Befragungen, ihre Durchführung sowohl in herkömmlicher Papierform als auch über Bildschirminterviews oder als online-Befragung und schließlich eine sehr differenzierte tabellarische und grafische Auswertung. Das Programm kann über diesen Link heruntergeladen werden. (Diese Programmversion ist nur für den öffentlichen Bildungsbereich kostenlos lizenziert. Alle anderen Interessenten müssen beim Autor um eine kommerzielle Lizenz nachfragen.)


  • Ein Lernspiel zum Politikzyklus bietet eine Schweizer Seite an. Hier finden Sie das didaktische Konzept (inklusive einer gut zur Arbeit mit Schülerinnen und Schülern geeigneten Beschreibung des Politikzyklus) und hier geht es zu dem interaktiven Spiel selbst.



  • Die Seite seriousgames.de bietet Informationen über und Links zu Angeboten zur "spielbasierten Wissensvermittlung". Dieser Link führt sie zu den Informationen zu Spielen aus dem Bereich Politik und über diesen Link finden Sie eine Seite mit Links zu Spielbeispielen aus dem Bereich "Aufklärung/politische Ereignisse".


  • Hier als "Anschauungsmaterial" der Link zu dem Spiel "Energetica2010 - Wir ernten, was wir säen", das (nach einer recht langen Ladezeit und einem etwas langatmigen Intro) den Spieler bzw. die Spielerin in eine Situation versetzt, in der er bzw. sie in einem "Traumland" 40 Jahre Zeit zu einem Umbau der Energieversorgung hat.


  • Das recht bekannte "Edutainment"-Spiel Genius - Im Zentrum der Macht ist nur gegen Bezahlung erhältlich. Informationen (und Bestellmöglichkeit) hier auf der Seite des Cornelsen-Verlages, und hier finden Sie eine Rezension der Landesfachstelle der öffentlichen Bibliotheken in Bayern.



Der Computer als Recherche-Instrument

Wenn der Grundsatz der Kontroversität und das Ziel der Enwtwicklung der Fähigkeit, eigene Interessen zu erkennen und zu verfolgen, zum politikdidaktischen Grundkonsens gehören (s. den Beutelsbacher Konsens), so folgen daraus u.a. wichtige Aufgaben in Bezug auf die Nutzung neuer Medien.

  • Rechercheaufträge, die z.B. gezielt dazu auffordern, eine Kontroverse (oder eine Gegenposition zu einer anderweitig erarbeiteten Position) zusammenfassend darzustellen, fördern sowohl das grundlegend multiperspektivische Denken wie auch methodische Fähigkeiten im Umgang mit den neuen Medien.


  • Umfassendere WebQuests können einen ähnlichen Zweck erfüllen und fördern darüber hinaus die Selbstständigkeit der Lernenden. (Hoffentlich finden Sie demnächst hier konkrete Beispiele aus der Praxis.)


Computer und Internet als Gegenstand des Fachs

Die Entwicklung der neuen Medien hat ja u.a. zu einer Vielzahl neuer Problemlagen und Kontroversen geführt, die z.T. gut geeignet sind, grundlegende Fragestellungen (im Sinne des idealtypischen "Kerns des Politischen" bei Sander, s. Literaturliste: Sander, W. Politik entdecken ..., S. 178) zu veranschaulichen. Hier einige Beispiele denkbarer Bezüge:

  • E-democracy als Weg aus der Politikverdrossenheit und zu mehr Partizipation?


  • Freiheit des Internet und Verbraucherschutz - ein Gegensatz?


  • Soziale Netzwerke: Datenschutz vs. individuelle Freiheit?


  • Haben die (digitalen) Medien zu viel Macht?



Politik für Jugendliche im Netz

Es gibt eine ganze Reihe interessanter (und vertrauenswürdiger) Angebote zur Information und zur Beteiligung für Kinder und Jugendliche, z.B.

  • www.mitmischen.de, ein Portal des Deutschen Bundestages für Jugendliche, das z.B. auch ein Diskussionsforum sowie eine Lernplattform zu aktuellen Themen anbietet;

  • www.parlamentsprofi.de, ein weiteres Angebot das Bundestages, das drei Spiele unter der Fragestellung" Hast du das Zeug zum Spitzenpolitiker?" anbietet;
  • www.kuppelgucker.de, ein Informationsangebot des Deutschen Bundestages für Kinder;
  • www.netzcheckers.de, ein Angebot der IJAB – Fachstelle für Internationale Jugendarbeit, einer u.a. auch im Auftrag des BMFSFJ tätigen gemeinnützigen Organisation mit zahlreichen Informationen, Anleitungen und Download-Angeboten rund um die Nutzung des WWW.

Der Computer als Unterrichtsmedium

Zunehmend ermöglicht die Ausstattung der Schulen eine problemlosere Nutzung neuer Medien im Unterrichtsalltag. Zudem ist es mit Blick auf die durchgängige Präsenz neuer Medien in zahlreichen bereuichen des beruflichen Alltags auch wünschenswert, wenn für Lernende die effektive Nutzung von Computer und Internet eine alltägliche Erfahrung ist und vielfältig eingeübt werden kann.

  • Vielfach lassen sich Beamer oder Smartboard statt der Tafel als effektive Instrumente zur Sammlung von Ideen oder zur Sicherung von Unterrichtsergebnissen nutzen. Beispiele finden sich z.B. in den Materialsammlungen zum Inhaltsfeld IV (Synopse zu wirtschaftspolitischen Konzeptionen, Schaubild zum magischen Viereck). Durch die Erstellung solcher Übersichten lässt sich Unterrichtszeit für das Abschreiben von Tafelnotizen einsparen. Zudem besteht durch die Pause zwischen Erstellung und E-Mail-Versand die Möglichkeit für die Lehrperson, eventuell enstandene Fehler zu korrigieren oder Ergänzungen vorzunehmen, die dann in der Folgestunde theamtisiert werden können. Gute Erfahrungen wurden auch damit gemacht, während Gruppenarbeitsphasen z.B. bei Zuordnungsübungen (siehe im IF IV die Übersicht zu den Konjunkturphasen) einzelne Schüler bereits während der Arbeitsphase mit der Sammlung derjenigen Ergebnisse zu beauftragen, die bei allen Gruppen gleich lauten, und diese - vorerst ohne Sichtbarkeit für die Lerngruppe - bereits einzutragen. Dadurch kann sich das anschließende Unterrichtsgespräch auf die noch unklaren bzw. strittigen Fragen konzentrieren.


  • Im Rahmen eines Methodenkonzepts der jeweiligen Schule kommt unseren Fächern sicher auch eine wichtige Funktion bei der Schulung der Präsentationsfähigkeit zu. Sowohl für die Reflexion des eigenen Verhaltens (in Form eines ausführlicheren Textes) wie zur Anleitung von Lernenden (entwder ebenfalls mit dem Lesetext oder in Form von "10 goldenen Regeln" am Ende) kann dieser "Präsentations-Knigge" dienen. Nützliche Tipps insbesodnere zur Nutzung von Powerpoint bietet dieses "ABC der Präsentation". Eine schulbezogene Übersicht über weitere Tipps finden Sie bei lehrer-online.


  • Im Vergleich zur beurflichen Realität kommt der sicheren und effektiven Nutzung neuer Medien zu Kommunikationszwecken in der Schule derzeit sicher noch eine zu geringe Bedeutung zu. Es dient nicht nur der Effektivierung der Unterrichtsarbeit sondern schult auch wichtige Fähigkeiten, wenn regelmäßig und selbstverständlich z.B. Kommunikation über Hausaufgaben per Mail  stattfindet, wenn Unterrichtsmaterial usw. bei LoNet oder in einer Dropbox gespeichert und ausgetauscht werden oder wenn über Plattformen wie LoNet oder Moodle gar das gemeinsame und individualisierte Lernen befördert wird.



Das Web 2.0 und die politische Bildung

  • Einen interessanten Beitrag zu der Frage "Wie können Web 2.0 Werkzeuge in Angebote bzw. Formate der Bildungsarbeit integriert werden?"  finden Sie in dem Angebot der Bundeszentrale zum Web 2.0 inn der politischen Bildung (s. Linkliste). Hier geht es zu dem Artikel.

Andere nützliche Tools und Tipps

Es gibt mittlerweile eine große Zahl von nützlichen (und kostenfreien) Tools, die die Lehrerarbeit - unabhängig von inhaltlichen Bezügen zum Fach - erleichtern können. Für alle Informationen zu hier zu ergänzenden eigenen "Fundsachen" jetzt schon herzlichen Dank. (Bitte nutzen Sie das Kontaktformular!)

  • Das Goethte-Instituit bietet auf seiner Homepage ein Programm "Übungsblätter selbst gemacht" an, mit dem aus eigenen Texten Lückentexte, Zuordnungsübungen zu Überschriften und Textabschnitten sowie Textpuzzles generiert werden können. Die von dem Programm erstellten Arbeitsblätter lassen sich zudem zur eigenen Anpassung in Word exportieren. (Das Programm kann bei der Verwirklichung einiger Anregungen aus der Methodenübersicht von Nutzen sein. S. auch die Hinweise zur Arbeit mit Texten.)


  • Die Firma XMind bietet als Freeware ein gut brauchbares Programm zur Erstellung eigener Mindmaps an. Hier geht es zum Download. (Hier ein "Ansichtsexemplar" einer mit XMind erstellten Mindmap zur Fachdidaktik.)






 
 
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